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Lektorat, Korrektorat, Textredaktion und mehr

Kommunikation ganz einfach

In einem freien Lektorat fallen viele Aufgaben an: Mal muss man neue Texte schreiben oder alte Texte überarbeiten, mal Feedback zum Manuskript geben oder zur Qualitätssicherung Inhalte recherchierenam Ende kommt es aber immer zu mindestens einer Korrekturschleife und einem Korrektorat.

Viele Kunden haben das Problem, dass sie kaum Zeit für neue Textideen haben und die Texte deshalb immer gleich klingen. Man kann aber zu jedem Thema verständliche Texte erstellen – glauben Sie mir!

Ich biete Ihnen frische Ideen für einzelne Projekte oder vollständige Konzepte für Ihre gesamte Kommunikation.

Einige Kunden wollen zu Beginn einfach ein „Lektorat“ für ihre Texte – nutzen dabei das Wort Lektorat aber anders, als es ein Lektor tun würde. Ein Lektor kann den Texten auf viele Arten unter die Arme greifen. Die Frage lautet also: Was macht ein Lektor eigentlich bei einem Lektorat? Was darf/soll/muss ein Korrektor im Korrektorat ändern und wo sind die Grenzen des Korrektorats? Und wann hat man es eher mit einer redaktionellen Bearbeitung zu tun?

Kurz erklärt: Lektorat, Korrektorat und Redaktion

 

Das eigentliche Lektorat ist ein Manuskriptgutachten und gibt den Autoren Feedback zum Inhalt. Damit hilft es bei der inhaltlichen Weiterentwicklung einer Geschichte. Die Umsetzung des Feedbacks liegt in der Verantwortung des Autors. Häufig gibt es mehrere Lektoratsdurchgänge.


Lassen die Autoren eine andere Person den Text stilistisch oder inhaltlich überarbeiten
, können Urheberrechte für den Bearbeiter entstehen. Man spricht dann nicht mehr von einem Lektorat, sondern von einer redaktionellen Bearbeitung oder Textredaktion.


Beim Korrektorat sucht der Korrektor nach den restlichen Fehlern in der Druckvorlage. Das Korrektorat findet im finalen Text statt, also nachdem die Texte mehrere Überabeitungsschleifen hinter sich haben und veröffentlicht werden sollen. Durch das Korrekturlesen wird ein möglichst fehlerfreier Text angestrebt.

Mathias Stolarz | Freier Lektor und Korrektor

Langfassung: Unterschiede zwischen Lektorat, Korrektorat und Redaktion

 

1 Definition Lektorat: Was macht ein Lektor?
2 Definition Korrektorat: Was macht ein Korrektor?
3 Wie finde ich einen guten Lektor?
4 Wer bietet diese Dienstleistung an?
5 Korrektorat und Lektorat im Produktionsprozess
6 Lektorat und Korrektorat im Projektmanagement
7 Korrekturen am Bildschirm oder auf Papier
8 Textkorrektur auf Knopfdruck?
9 Lesetipps


 

 

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Definition Lektorat

Was macht ein Lektor?

 

Ein Lektorat ist ein Gutachten oder Manuskiptfeedback (Satzbeispiel: „Erstellen Sie mir bitte ein Lektorat zu diesem Manuskript.“). Mithilfe eines Lektorats wissen die für die Publikation Verantwortlichen, ob das Projekt vielversprechend ist und wie aufwendig eine Überarbeitung (eine „Redaktion“) ist.

Lektoren prüfen dabei, ob typische Aspekte der Textart (wie Sprache, Ausdruck, Stil) und des Mediums (wie Buch, Blog, Social Media) eingehalten werden. So helfen sie den Autoren, gute und verständliche Texte zu verfassen.

Bei einem Lektorat geht es nicht darum, Druckfehler zu beseitigen, neue Texte zu schreiben oder Sätze schöner zu formulieren: Das Korrekturlesen findet im Korrektorat statt, das Schreiben neuer Texte und Überarbeitungen der vorhandenen Texte finden beim Redigieren in der Redaktion statt.


 

Warum benötigt man ein Lektorat?

 

Ein sorgfältiges Lektorat kann zur Zufriedenheit der Leser beitragen. Findet der Leser die Argumentation nicht schlüssig, sind die Texte langweilig oder nicht ansprechend formuliert, kann sich das negativ auf die Lesebereitschaft auswirken.

Bei einem gut lektorierten Text kann es sein, dass dem Leser die Marke oder der Autor im Gedächtnis bleibt.

Stichwort KPI: Da jeder Verlag seine Texte lektorieren lässt, kann man davon ausgehen, dass durch das Lektorat tatsächlich ein Mehrwert entsteht (ansonsten würde der Verlag an dieser Stelle ja kein Geld ausgeben).


 

Der beste Zeitpunkt, einen Lektor hinzuzuziehen, ist früher, als Sie denken

 

Sie sollten einen Lektor anfragen, wenn (1) die Inhalte entwickelt werden (Konzeptionsphase) oder (2) der erste Entwurf der Texte geschrieben wurde. In diesen Phasen können der Text und die Textlänge noch beliebig ändern und zum Beispiel Lücken in der Argumentation schließen.

 

Kann das Buch nach dem Lektorat sofort gedruckt werden?

 

Nein: Die Autoren müssen das Feedback/das Lektorat erst abarbeiten und selbstständig entscheiden, ob sie neue Texte schreiben (lassen wollen) oder alte Texte umschreiben (lassen wollen). Im Anschluss ist der Text fertig fürs Korrektorat.

 

Wichtig, wichtig, wichtig

 

Im Internet findet man Beispiellektorate als Textdateien oder Videos, die keine Lektorate zeigen, weil die dort gezeigten Bearbeitungen die Texte teilweise stark ändern.

Wenn in jedem Satz 3 Wörter eigenmächtig von den Lektor*innen gestrichen werden (nicht weil es wirklich nötig wäre, sondern weil man’s einfach kann) und durch andere Wörter ersetzt werden, dann ist das eine eigene kreative Bearbeitung. Es ist aber gerade nicht Aufgabe des Lektors, für den Autor einen schönen Text zu schreiben.

Der Lektor sollte darauf aufmerksam machen, dass hier und da und dort etwas geändert werden kann. Es geht bei einem Lektorat/Manuskriptfeedback auch nicht um die Korrektur von Rechtschreibfehlern, sondern darum, ob der Text verständlich ist, die Handlung glaubwürdig ist und ein Spannungsbogen vorhanden ist.

Wenn Autor*innen wollen, dass die Lektor*innen Texte selbstständig ändern, dann müssen sie auch deren Namen aufs Cover setzen. Als Co-Autor oder Co-Autorin.

 

 

 

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Definition Korrektorat

Was macht ein Korrektor?

 

Autor und Lektor haben den Text inhaltlich bearbeitet, der Korrektor bearbeitet den Text im Anschluss formal. Das Korrektorat ist eine Form der Textkorrektur und sollte immer in der finalen Version des Manuskripts durchgeführt werden. Der Text wird dann nicht mehr umgeschrieben, es kommen keine Inhalte mehr dazu und die kreative Phase ist zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Erst dann ist es sinnvoll, mit dem Korrekturlesen zu beginnen.

Das Korrektorat soll sicherstellen, dass die für den Text geltenden Normen eingehalten werden. Normen wie zum Beispiel die Regeln der deutschen Rechtschreibung oder gestalterische Regeln, die für die Publikation gewählt wurden (Rat für deutsche Rechtschreibung, Duden, DIN 5008 des Deutschen Instituts für Normung, Hausregeln, Corporate Design).

 

Warum ist das Korrekturlesen wichtig?

 

Nach dem Korrekturlesen sind die Texte annähernd fehlerfrei. Und annähernd fehlerfreie Texte werden vom Leser honoriert: Der Autor, das Unternehmen oder das Produkt bleiben im Gedächtnis als kompetente Instanz. Das Korrekturlesen trägt so zur Qualitätssicherung bei. Ein fehlendes oder nicht gründliches Korrektorat fällt dem Leser hingegen negativ auf: Findet der Leser zu viele Rechtschreibfehler, kann das Image  Schaden nehmen.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt für das Korrekturlesen?

 

Mit dem Korrekturlesen sollte erst begonnen werden, wenn die Texte final sind. Das ist der Fall, wenn die Texte vorher alle gewählten Lektorats- und Redaktionsschleifen durchlaufen haben. Da die Texte dann schon inhaltlich und stilistisch verbessert wurden, kann man sich im Korrektorat ausschließlich auf das Korrekturlesen konzentrieren.

 

Was macht der Autor nach dem Korrektorat?

 

Der Autor kann letzten Endes entscheiden, ob er bestimmte Korrekturen übernehmen will oder nicht. Für diesen Durchgang sollte genügend Zeit eingeplant werden – vor allem, wenn man mit dem Überarbeitungsbereich der Textverarbeitung oder den händischen Korrekturzeichen noch nicht gut vertraut ist.

 

 

 

 

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Wie finde ich einen guten Lektor oder eine gute Lektorin?

Hier finden Sie einige Vorschläge dafür, wie Sie einen guten Lektor oder eine gute Lektorin finden. Da es in Deutschland keine geregelte Ausbildung für Lektoren oder Korrektoren gibt, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

 

  • Schauen Sie ins Impressum des Lektors. Sitzt der Dienstleister in Deutschland oder im (europäischen) Ausland? Auch wenn die Domainendung .de lautet, heißt es nicht zwingend, dass der Anbieter ein deutsches Unternehmen ist. Das muss nichts Schlimmes bedeuten, kann aber im Streitfall alles ein wenig komplizierter machen. Wenn Sie gerade im Impressum sind: Schauen Sie doch auch nach, ob der Dienstleister noch andere Geschäfte im Internet betreibt. Jemand, der zum Beispiel gleichzeitig Lektor und Leiter eines Sicherheitsunternehmens ist, kann entweder beides sehr gut oder eben beides nur mittelmäßig.

 

  • Schauen Sie sich Bewertungen an. Entscheiden Sie selbst, ob die Bewertungen natürlich aussehen oder ob sie gekauft sind.

 

  • Schauen Sie in die AGB, wenn Sie eine Vermittlungsagentur beauftragen. Die Vermittler werden die Texte an einen externen Dienstleister schicken – darum ist es ja so günstig.
    Für datenschutzsensible Menschen und die Rechtsabteilungen einiger Unternehmen könnte hier ein Datenschutzrisiko bestehen: Sie wissen nicht, wer der tatsächliche Bearbeiter ist, in welchem Land sich dieser befindet und was nach der Bearbeitung mit den Daten passiert.

 

  • Achten Sie auf Zertifikate oder Mitgliedschaften in anerkannten Verbänden und auf Weiterbildungen des Lektors oder der Lektorin.

 

  • Greifen Sie zum Hörer und reden Sie mit den Lektoren und Korrektoren. Wenn Sie sich mit einem Lektor oder Korrektor super verstehen, mit seiner Arbeitsweise zufrieden sind und ein gutes Gefühl haben, ist das schon viel wert. Buchprojekte dauern eine längere Zeit – Sie müssen also gut miteinander auskommen.

 

  • Vergleichen Sie die Angebote und überprüfen Sie, welche Dienstleistungen in den verschiedenen Angeboten enthalten sind – und welche nicht. Wird in dem Angebot darauf hingewiesen, dass keine Umsatzsteuer erhoben wird, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie es mit einem Kleinunternehmer zu tun haben. Das macht Kleinuntenehmer für Privatpersonen attraktiv, Unternehmen haben keinen Vorteil (und bei großen Auftragsvolumina sogar eher Nachteile), wenn sie mit Kleinunternehmern zusammenarbeiten.

 

 

 

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Wer bietet diese Dienstleistung an?

Freiberufler – Verlagslektor – Nebenberufler – Textagenturen

 

Der Freie Korrektor, Lektor und Redakteur ist – im Unterschied zum Verlagslektor – Freiberufler.

„Freie“ arbeiten für verschiedene Auftraggeber: Privatpersonen (zum Beispiel Selfpublisher, Studenten oder Menschen, die ihre Bewerbungsunterlagen überprüfen lassen wollen), Agenturen/Unternehmen/Verbände/Vereine oder als „Außenlektorat“ für Verlage, die kein Personal für die eigentliche Textarbeit haben.

 

Freie Lektoren

Für die Kunden übernehmen freie Lektoren zum Beispiel das Projektmanagement einzelner Veröffentlichungen von der Idee hin zum Druck oder Launch. Hauptaufgabe ist aber immer noch die eigentliche Arbeit am Manuskript: Das Lesen, Hinterfragen und Kommentieren einzelner Textpassagen, damit der Autor den Text gegebenenfalls umschreiben kann.

Freie Lektoren sind hauptberuflich Lektoren, bilden sich häufig weiter und sind (manchmal nicht nur metaphorisch) rund um die Uhr für den Kunden erreichbar.

Viele Lektoren haben nicht unbedingt Germanistik oder eine andere Sprachwissenschaft studiert: Es gibt Fachlektoren, die aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie der Psychologie, der Medizin oder dem Maschinenbau kommen. Diese Lektoren kennen sich in der Materie aus, wissen, wie die Standards in diesen Fachbereichen sind und kennen die Terminologie innerhalb der Branche. Da bei einem Lektorat hauptsächlich inhaltlich konzeptionell und nicht formal korrigierend gearbeitet wird, ist es wichtiger, dass sie sich inhaltlich gut auskennen. Lektoren müssen nicht zwangsläufig gute Korrektoren sein. Das Korrektorat übernehmen im Anschluss:

 

Freie Korrektoren

Ursprünglich stammt der Korrektor aus dem Druckwesen. Setzer, die lange einen guten Job gemacht hatten und sich ein hervorragendes grammatisches Wissen angeeignet hatten, waren dort für die Prüfung der Texte kurz vor Druck zuständig, die auf schmalen Papierstreifen („Fahnen“) Korrektur gelesen wurden (Fahnenkorrektur, engl. galley proof).

Der Buchdruckerduden war 1903 als Nachschlagewerk für die Setzer im Korrektorat gedacht (der ein Jahr zuvor erschienene Duden sah mehrere Varianten für ein bestimmtes Lemma vor, der Buchdruckerduden sah keine Variantenschreibung mehr vor). So konnten Setzer bestimmte Wörter nachschlagen und innerhalb des Buches für Einheitlichkeit sorgen.

Heutzutage wird häufig auf einem Prüfdruck („Proof“) oder im PDF Korrektur gelesen, wobei das Lesen auf dem Ausdruck immer noch große Vorteile bietet.

Freie Korrektoren haben häufig Sprachwissenschaften studiert und sind mit Wortbildungsprozessen, Zeichensetzung und Grammatik bestens vertraut. Manchmal haben sie sich auch grafisch weitergebildet und können zusätzlich zum eigentlichen Text auch grafische Komponenten des Layouts prüfen (Umbruchkorrekturen, Korrekturen von Texten in einem bestimmten Layout nach z. B. Stylesheets).

 

Verlagslektoren und Verlagsredakteure

Der Verlagslektor/Verlagsredakteur ist ein Projektmanager und bestimmt häufig das Thema des Buches, die Gliederung der Inhalte und die sprachlichen Besonderheiten sowie den Terminplan und das Marketing. Er kümmert sich außerdem um den Einkauf der Lizenzen bei fremdsprachlichen Büchern und die rechtlichen Aspekte.

Verlagslektoren/Verlagsredakteure sind das Bindeglied zwischen den (oft externen und freien) Autoren, Übersetzern, Lektoren, Grafikern, Setzern und Korrektoren. In den Verlagen entscheidet sie darüber, ob sich bestimmte Manuskripte für die Veröffentlichung im eigenen Programm gut eignen oder nicht.

Das Lektorat findet man oft bei Verlagen, die Fiction veröffentlichen; die Redaktion findet man hingegen oft in Verlagen, die Non-Fiction veröffentlichen.

 

Textagenturen oder Vermittlungsdienste

Oft findet man im Internet Online-Lektorate, die auf ihren „großen Pool erfahrener Lektoren und Lektorinnen“ – oft mehrere hundert freie Mitarbeiter – hinweisen. Meistens sollen diese sogar einen Doktortitel haben oder sind Professoren – und haben zusätzlich nach Feierabend noch Zeit, Texte Korrektur zu lesen.

Ob es sich bei dem Dienstleister um eine Vermittlungsagentur handelt, sehen die Kunden meistens in den AGB: Häufig wird darauf hingewiesen, dass die Ausführung durch Dritte geschieht.

Der Auftraggeber hat bei diesen Agenturen keine Kontrolle darüber, wer die Arbeiten ausführt: Man kann sich den Bearbeiter nicht aussuchen (bzw. hat keinen Nachweis, dass es sich wirklich um Herrn Dr. Mustermann oder Frau Prof. Dr. Musterfrau handelt). Häufig werden auf den Webseiten auch Jobangebote für Studenten geschaltet, die dazu ermutigt werden, sich so das Studium zu finanzieren.

Die Ungewissheit darüber, wer den Text bearbeitet, wird auch dadurch erschwert, dass die Kunden oft nur mit einem Kundenbetreuer/Community Manager kommunizieren können, der zwischen den Bearbeitern und den Auftraggebern vermittelt.

Und zu guter Letzt muss man einem Unternehmen vertrauen, das im Kampf um die günstigsten Preise für Lektorat und Korrektorat vielleicht nur 2 € pro Normseite verlangt.

Man kann sich ausrechnen, wie viel bei den „erfahrenen“ Akademikern mit Doktortitel hängen bleibt.

 

Nebenberufler

Nebenberufler gehen normalerweise einem anderen Job nach und lektorieren nur nach Feierabend oder am Wochenende. Manchmal vor dem Fernseher, manchmal vor dem Einschlafen im Bett. Nebenberufler wollen oft nur per E-Mail kontaktiert werden, da sie während der regulären Arbeit nicht gestört werden wollen. Manchmal sind die E-Mail-Adressen einfache private Adressen, die auf web.de, gmx.de oder ähnliches lauten.

Der Vorteil von Nebenberuflern ist eindeutig der Preis. Keiner kann deren Preise auf Dauer mitmachen, da hauptberuflich Selbstständige die Krankenkasse und Rücklagen für die Rente aus eigener Tasche zahlen müssen. Nebenberufler sind über den Hauptberuf kranken- und rentenversichert und können darum, wie sie es nennen, „faire“ Preise (10–40 Euro die Stunde) bieten.

Der Nachteil ist, dass sich Nebenberufler selten im Bereich der Textbearbeitung weiterbilden können und eilige Korrekturen jobbedingt auch nicht ohne Weiteres durchführen können.

 

 

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Produktionsprozess

 

Kreative Phase

  • Konzeption
  • Texterstellung
  • Lektorat/Manuskriptfeedback
  • Redaktion

 

Herstellungsphase

  • Korrekturlesen
  • Fahnenkorrektur
  • Umbruchkorrektur
  • Textabgleich
  • Kollationieren der Korrekturen
  • Schlusskorrektur

Die weitere Bearbeitungsdauer nimmt mit jeder durchlaufenen Stufe ab, da die Qualität der Texte durch jede Stufe besser wird.


 

 

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Lektorat und Korrektorat im Projektmanagement

Eine hochwertige Textbearbeitung, wie es sorgfältige Lektorate, gründliche Korrektorate und zielgruppengerechte redaktionelle Bearbeitungen sind, ist zeitintensiv und verursacht Kosten. Deshalb ist es im Projektmanagement wichtig,

  • einen realistischen Zeitplan einzuplanen,
  • mit realistischen Preisen zu kalkulieren und
  • eine realistisch erreichbare Qualität (bei z. B. durch kurze Bearbeitungsfristen, kein 4-Augen-Prinzip, knappes Budget) zu erwarten.

 

 

 

 

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Textarbeit: am Bildschirm oder auf Papier?

 

Die 132 Unterzeichner der Stavanger-Erklärung sind sich einig: Das Textverständnis beim Lesen auf Papier ist sehr viel höher als das beim Lesen am Bildschirm. Die Leseforscher der Forschungsinitiative E-READ haben Studien, bei denen 170000 Leser untersucht wurden, zusammengefasst und dabei einiges (für Lektoren durchaus spannendes) herausgefunden. Besonders unter Zeitdruck und sofern die Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Textes das gewünschte Ziel ist, empfiehlt es sich weiterhin, auf Papier zu lesen.

Die Arbeit mit Manuskriptdateien ausschließlich am Bildschirm hat aber genau wie die Korrekturarbeit auf Papier Vor- und Nachteile.

 

Vorteile der Bearbeitung am Bildschirm

  • Spart Papier, weil alles elektronisch bearbeitet wird
  • Keine Porto- und Transportkosten
  • Korrekturen werden einfach per Mausklick angenommen oder abgelehnt
  • Korrekturschleifen und Abstimmungen können schnell umgesetzt werden

 

Nachteile Bildschirm

  • Fehler am Bildschirm werden leichter übersehen
  • Große Dokumente müssen eventuell über einen Filehoster verschickt werden (Datenschutz)
  • Da die Korrekturen vom Lektor oder Korrektor eingetippt werden müssen, dauert die Bearbeitung länger
  • Hoher Stromverbrauch

 

Vorteile der Bearbeitung auf Papier

  • Fehler sind auf Papier einfacher zu finden
  • Die eigentliche Korrekturarbeit geht schneller und ist dadurch günstiger
  • Niedriger Stromverbrauch

 

Nachteile Papier

  • Langsamer Versand, wenn Originale und keine Scans verschickt werden
  • Unter Umständen Porto- und Transportkosten (s. o.)
  • Korrekturen müssen vom Autor erst in die Datei übertragen werden (Fehlerquelle)
  • Weitere Korrekturschleifen sind schwerer umzusetzen

 

 

 

 

 

 

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Korrektorat auf Knopfdruck

 

Die Rechtschreibprüfungen der einzelnen Wortverarbeitungen haben immer noch Probleme dabei, einfache Tippfehler, die korrekte Worte ergeben („Internet“ und „Internat“, „Dach“ und „Fach“, „mit“ und „mir“, „online“ und „inline“, „Koma“ und „Komma“), als Fehler zu erkennen.

Auch bei der Kongruenz von Nomen und Verb muss der Algorithmus häufig passen. Duden Mentor erkennt keinen Fehler in dem Satz „Auch bei der Kongruenz von Nomen und Verb müssen der Algorithmus häufig passen“. Dasselbe gilt für den aktuellen Duden Korrektor (Stand bei beiden Tests April 2021).

Bei langen Texten kann ein menschlicher Korrekturleser also durchaus schneller zum Ergebnis kommen als die Kombination aus z. B. Duden-Korrektor, der Alarme oder Fehlalarme ausgibt, und Autor, der diese Alarme überprüfen muss.

Einen Testbericht zum Duden-Korrektor finden Sie beispielsweise auf dieser Seite im Blog des Lektorenverbands VFLL. Sie können auch selbst einen Test durchführen, indem Sie falsche und richtige Texte bei Duden Mentor eingeben.

 

 

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Lektüreempfehlungen

  1. Dudenredaktion (Hrsg.) : Duden - die deutsche Rechtschreibung : auf der Grundlage der aktuellen amtlichen Rechtschreibregeln. Berlin : Dudenverlag, 2017.
  2. VFLL (Hrsg.) : Leitfaden Freies Lektorat. Frankfurt, M.: VFLL, 2014.
  3. „Lektorat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, https://www.dwds.de/wb/Lektorat, abgerufen am 22.02.2020.
  4. Witzer, Brigitte (Hrsg.) : Duden, Satz und Korrektur. Mannheim: Duden, 2003.

 

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