Wie kalkuliert ein freier Lektor?

Preise im Lektorat 2019

 

1 „Wer freiberuflich arbeitet ...“
2 Fakturierbare Arbeitszeit bei Lektoren
3 Kompliziert: Was kostet ein Lektorat?
4 Ehemalige Empfehlungen aus dem Jahr 2008
5 Wie haben sich die Preise seitdem entwickelt? Preise für 2019
6 Warum gibt es „Ab-Preise“?
7 Vorteile bei nachhaltigen Preisen
8 Wie schnell kann man Korrektur lesen?
9 Preisbeispiele aus dem Internet

 

Sie fragen sich, ob der Stundensatz oder Seitenpreis, den Sie online bei Lektoren gefunden haben, ein angemessenes Honorar für ein Lektorat ist? Ich habe diesen kurzen Artikel geschrieben, um Ihnen einen Einblick in die Kostenkalkulation eines freien Lektors im Jahr 2019 zu geben. Es geht hier zwar explizit um die Preise von Lektorat und Korrektorat, die Berechnungen können aber vielleicht auch bei der Beurteilung anderer Preise interessant sein.

Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL), bei dem ich Mitglied bin, sagt zu den Honoraren auf seiner Website:

 

Als Verband können wir keine konkreten Preise nennen, ohne damit den freien Wettbewerb zu berühren. Eine gute Orientierung ist aber der Vergleich mit Vergütungen von Angestellten, die eine ähnliche oder die gleiche Qualifikation besitzen (Freie Lektorinnen und Lektoren haben nahezu ausnahmslos eine abgeschlossene akademische Ausbildung). Oft ist das Erstaunen bei diesem Vergleich groß: „Die verlangen ja weit mehr als das Doppelte von meinem Bruttostundenlohn!!“ Unverschämte Preistreiberei? Mitnichten! Das liegt in der Natur der Sache. Wer freiberuflich arbeitet, kann nur etwa die Hälfte der geleisteten Arbeitszeit tatsächlich fakturieren und muss darüber hinaus alle betrieblichen Kosten selber tragen. So schlägt am Ende leicht das Dreifache des Bruttostundenlohns von Angestellten zu Buche. Das sollten Sie bei der Preisverhandlung berücksichtigen.
(Quelle: https://www.vfll.de/honorare-im-lektorat/)

 

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„Wer freiberuflich arbeitet, kann nur etwa die Hälfte der geleisteten Arbeitszeit tatsächlich fakturieren“

Was heißt das genau? 50 Prozent der geleisteten Arbeitszeit werden fakturiert, also den Kunden in Rechnung gestellt – 50 Prozent der Arbeit werden nicht bezahlt.

Diese unbezahlten 50 Prozent werden aber trotzdem hart gearbeitet: Kundengewinnung, Angebotserstellung, Rechnungsstellung, Weiterbildungen, Marketing, Behebung von Computerproblemen, und anderen organisatorischen Aufgaben. In dieser Zeit sind Freiberufler ihre eigene IT-Abteilung, Marketingabteilung, das Controlling und Sekretariat.

 

 

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Wie hoch ist die fakturierbare Arbeitszeit bei freien Lektoren?

Jedes Jahr gibt es ungefähr 260 Wochentage und im Durchschnitt 10 Feiertage, die auf einen Wochentag fallen. Das bedeutet, es gibt maximal 250 Arbeitstage. Maximal, weil von diesen Tagen (wahrscheinlich) noch Krankheitstage – im Bundesdurchschnitt 2017: 17,4 Tage – und (hoffentlich) Urlaubstage – im Bundesdurchschnitt: 30 Tage – abgezogen werden müssen.

 

 

Tage im Jahr

Arbeitstage bzw. Wochentage Montag–Freitag (365 * 5 / 7)

Feiertage, die auf einen Wochentag fallen

durchschnittliche Krankheitstage

durchschnittliche Urlaubstage

Arbeitszeit in Tagen

365

260

–10

–17,4

–30

= 202

 

Von den 250 Arbeitstagen bleiben also nach Abzug von Krankheits- und Urlaubstagen noch ungefähr 202 Tage übrig. Fertig?
Noch nicht ganz.

Wir erinnern uns, dass durchschnittlich nur 50 Prozent der Arbeitstage in Rechnung gestellt werden können. 50 Prozent von 202 Tagen ergeben also 101 Tage, die der Selbstständige an Kunden verkaufen kann.

Auf Stunden heruntergebrochen ergeben sich also 101 Tage x 8 Stunden = 808 Stunden pro Jahr. Und das jetzt einfach mit einem Stundensatz multiplizieren, und zack, wir haben unser Jahreseinkommen! Aber welchen Stundensatz sollen wir nehmen?

 

 

Arbeitszeit in Tagen

Fakturierbare Arbeitszeit (ca. 50 %) in Tagen 

Fakturierbare Arbeitszeit (ca. 50 %) in Stunden

202

= 101 Tage

= 808 Stunden

 
 

 

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Was kostet ein Lektorat?

Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren hatte vor etlichen Jahren eine Honorarempfehlung herausgegeben und so probiert, den Mitgliedern wirtschaftliches Handeln näherzubringen und sie für mögliche Folgen von Dumpingpreisen (zum Beispiel diese Altersarmut, von der man andauernd hört) zu sensibilisieren. Diese ehemaligen Honorarempfehlungen sind im Internet an jeder Ecke zu finden, und so mancher Lektor und Korrektor beruft sich auch heute noch auf sie.

 

 

Das sollten Lektoren in Deutschland berechnen: empfohlene Honorare des Verbandes der Freien Lektorinnen und Lektoren e. V.

 

Ich orientiere mich bei meinen Honorarberechnungen an der Honorarempfehlung des Verbands der Freien Lektorinnen und Lektoren

 

Meine Preise orientieren sich an den Honorarempfehlungen des Verbandes der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL) e. V.

 

In der Gestaltung meiner Lektoratspreise orientiere ich mich an der Honorarempfehlung für freiberufliche Lektoratsarbeit vom deutschen Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren, VFLL

 

Diese Empfehlung scheint also immer noch eine magische Anziehungskraft zu haben.

Seit einiger Zeit werden keine Empfehlungen mehr ausgesprochen, weil man Angst davor hat, dass die Veröffentlichung einer illegalen Preisabsprache gleichkomme und gegen den freien Wettbewerb verstoße. Und damit es neben dem Kaffeekartell (Strafe: 160 Mio. Euro), dem Bierkartell (Strafe: 338 Mio. Euro) und dem Zementkartell (Strafe: 661 Mio. Euro) nicht auch noch das Lektoratskartell (unheimlich hohen Betrag in Euro einfügen) gibt, stehen vor allem Berufsanfänger vor der Frage, wie sie ihre Preise wirtschaftlich sinnvoll* kalkulieren sollen. Das endet nicht selten in einem permanenten Unterbieten der anderen Dienstleister.

Auch einige Auftraggeber können nicht mehr einschätzen, welcher Preis gerechtfertigt ist und welcher Preis ein Dumpingpreis ist.

 

* Wirtschaftlich sinnvoll in dem Sinne, dass ein Lebensstandard wie bei ähnlich ausgebildeten Arbeitnehmern gehalten werden kann.

 

 

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Zu den ehemaligen Honorarempfehlungen

Wir schreiben das Jahr 2008: Ein halbes Pfund Butter kostet 1,10 Euro und das Briefporto für einen normalen Brief liegt bei 55 Cent. Good old days.

Gleichzeitig sind die Honorarempfehlungen für das Korrekturlesen (Korrektorat) im Jahr 2008 ab 32 Euro, für ein Lektorat ab 42 Euro. Für Werbelektorate und andere Spezialformen des Korrekturlesens wie die Umbruchkorrektur und die Schlusskorrektur werden ab 53 Euro empfohlen. Als Mindestpreis für die Normseite in einem Korrektorat werden damals ca. 3,20 Euro genannt, für das Lektorat 5,30 Euro. Und am 18. August 2008 erscheint ein Text mit dem Titel „Freie Lektoren unterbezahlt“ im Börsenblatt (https://www.boersenblatt.net/artikel-honorarumfrage.225144.html).

Das hätte ein Lektorat im Jahr 2008 gekostet:

 

Preise: Empfehlungen aus 2008

 

Korrektorat

Lektorat

Schlussredaktion

Seitenpreis

ab 3,20 € ab 5,30 € ab 10,60 €

Stundensatz

ab 32 €

ab 42 €

ab 53 €

zzgl. Handlingkosten für Porto, Drucker, Papier, Computerprogramme, Telefonkosten, Reisekosten

     

evtl. Nachtzuschlag, Expresszuschlag, Wochenendzuschlag, Feiertagszuschlag

     

 

 

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Wie haben sich die Preise seitdem entwickelt?

 

Wir spulen vor ins Jahr 2019:

  • Butter kostet mit 1,59 Euro im Schnitt stolze 45 Prozent mehr als damals
  • Das Briefporto wurde auf 80 Cent und somit auch um 45 Prozent erhöht

Nimmt man die Preissteigerung von 45 Prozent als die tatsächliche durchschnittliche Teuerungsrate in den letzten 10 Jahren an, dann erhalten wir folgende Preise im Lektorat für 2019:

Das kostet ein Lektorat 2019

  • Korrektorat ab 46,50 Euro
  • Lektorat ab 60,90 Euro
  • Spezialformen ab 76,85 Euro

Für die Normseite bedeutet das:

  • Korrektorat ab 4,65 Euro
  • Lektorat ab 7,70 Euro
  • Spezialformen ab 15,37 Euro

Diese Preise decken sich mit den Empfehlungen des Bundesverbands freiberuflicher Kulturwissenschaftler aus dem Jahr 2015 (Lektorat: 40–60 Euro je Stunde, Bild- und Textredaktion: 60–80 Euro je Stunde). Die mediafon ((http://www.mediafon.net)) Selbstständigenberatung GmbH, eine Tochterfirma der Gewerkschaft ver.di, nennt diese Preise sogar schon im Jahr 2008 für den Fachverband Freier Werbetexter für „Korrekturlesen und Lektorat je Stunde 50–80 Euro (Durchschnitt 70 Euro)“.

 

Preise: Korrekturlesen und Lektorat 2019

 

Korrektorat

Lektorat

Schlussredaktion

Seitenpreis

ab 4,65 € ab 7,70 € ab 15,37 €

Stundensatz

ab 46,50 €

ab 60,90 €

ab 76,85 €

zzgl. Handlingkosten für Porto, Drucker, Papier, Computerprogramme, Telefonkosten, Reisekosten

     

evtl. Nachtzuschlag, Expresszuschlag, Wochenendzuschlag, Feiertagszuschlag

     

 

 

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Warum gibt es überhaupt „Ab-Preise“?

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Kosten für den Kunden
hängen hauptsächlich vom Zeitaufwand ab, der bei den Textbearbeitungen wie dem Lektorat oder Korrektorat entsteht. Dieser wird durch 7 Faktoren beeinflusst:

  1. Länge der Texte/Umfang in Normseiten

    Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG WORT) hat die Textmenge auf einer Normseite vereinfacht mit 1500 Zeichen inklusive Leerzeichen festgelegt. Eine typische Normseite mit 60 Anschlägen pro Zeile und 30 Zeilen pro Seite hat durchschnittlich eben diese 1500 Zeichen, da bei einer Normseite die Silbentrennung ausgeschaltet ist. Da es auf jeder Seite nicht voll beschriebene Zeilen gibt und der Text durch Absätze gegliedert ist, gibt es keine Normseite, die genau 1800 Zeichen inklusive Leerzeichen hat. Diese Leerzeichen (oder sogar ganze Leerzeilen) zählen aber zum Text dazu, da es sich hier um eine inhaltliche Information handelt (Szenenende, Dialogwechsel, Themenwechsel).

    Die Größe der Normseite ist für den Lektor oder Korrektor ein Richtwert, mit dem er den zeitlichen Arbeitsaufwand und somit die Preise des Lektorats oder des Korrektorats abschätzt.


  2. Fertigstellung der Bearbeitung/Deadline

    Knapp bemessene Deadlines und Fristen (und daraus resultierende Nachtarbeit/Wochenendarbeit/Feiertagsarbeit außerhalb der regulären Öffnungszeiten) haben einen Einfluss auf die Preise im Lektorat. Bei diesen Eilaufträgen entstehen durch den Zeitdruck höhere Kosten für Lektorat, Korrekturlesen und Redaktion.

  3. Schwierigkeitsgrad der Texte/Komplexität

    Texte, die ein komplexes Thema mit komplexem Satzbau und langen Komposita beschreiben, sind schwieriger zu bearbeiten als kürzere Sätze, die ein einfaches Thema mit einfachen Worten beschreiben. Das fällt vor allem bei einem Lektorat oder der Textredaktion ins Gewicht, für die Kosten im Korrektorat ist es eher nebensächlich.

  4. Anzahl der zu korrigierenden Textstellen/Fehlerdichte

    Texte mit einer sehr hohen Fehlerdichte müssen häufiger mit Korrekturanweisungen versehen werden als Texte mit einer geringeren Fehlerdichte. Viele Fehler senken also die Anzahl der Normseiten, die pro Stunde geprüft werden, und die Arbeit dauert insgesamt länger. Das gilt vor allem für die Kostenkalkulation beim Korrekturlesen.

  5. Teillieferungen der Texte/Dokumentenmanagement

    Wenn ein zusammenhängender Text , z. B. ein Manuskript oder eine Masterarbeit, über mehrere Tage hinweg einzeln eintrifft, ist das Datenmanagement schwieriger als bei vollständigen Texten. Das gilt vor allem für die Preise fürs Lektorat,
    wenn zum Beispiel der „rote Faden“ geprüft werden soll.

  6. Komplexität des Layouts/Textformatierung/Dateiformate

    Eine Seite mit nur einer Spalte ist einfacher zu korrigieren als eine Seite mit 4 Spalten. Bei Umbruchkorrekturen müssen für gewöhnlich auch mehrere Überschriften und andere Auszeichnungen überprüft werden. Manchmal muss hierfür auch in einem Dateiformat gearbeitet werden, in dem der Dokumentationsaufwand der Fehler deutlich höher und zeitintensiver als in Word ist. Darum sind die Preise bei Schlusskorrektur und Umbruchkorrektur auch höher als beim einfachen Korrekturlesen.

  7. Weiterführende Aufgaben/Extras

    Dazu zählen zum Beispiel redaktionelle Bearbeitungen, für die weitere Recherchen oder Verifikationen von Inhalten, die nicht zum Allgemeinwissen zählen, notwendig sind. Der zeitliche Mehraufwand schlägt sich auch in den Kosten nieder.

 

Die Ab-Preise gelten für „durchschnittlich“ gute Texte. Fehlt einem Autor die Übung oder wurde der Text noch nicht lektoriert bzw. überarbeitet, dann wird der Lektor für gewöhnlich einen höheren Seitenpreis ansetzen. Je nach Ausgangstext und Bearbeitungstiefe können hier auch Seitenpreise von 25 Euro und mehr nötig sein, um auf einen angemessenen Stundenverdienst zu kommen.

 

 

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Ihre Vorteile bei nachhaltigen Preisen

Langfristige Partnerschaften sind im Geschäftsleben wichtig – Auftraggeber und Auftragnehmer profitieren davon, über Jahre hinweg einen festen Ansprechpartner für die Texte zu haben.

Für den Auftraggeber bedeutet das konkret:

  • Schnellere Bearbeitung: Aufträge von langjährigen Partnern werden in der Regel schneller bearbeitet.
  • Weniger administrativer Aufwand: Briefings fallen deutlich kürzer aus, da man einander schon versteht und weiß, wie der andere tickt. Dadurch entstehen weniger Kosten.
  • Schnellere Veröffentlichung: Man weiß, wie die Texte bearbeitet werden, weshalb die Korrekturen schneller umgesetzt werden können.

 

 

 

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Wie schnell kann man Korrektur lesen?

Das ist individuell verschieden, aber eines ist gewiss: Mehr als 20000 Zeichen sind auf Dauer, also über mehrere Stunden hinweg, nicht zu machen. Dieser Spitzenwert gilt auch nur für Texte, die auf Papier gelesen werden, in einer guten Schriftart gesetzt sind und Sie den besten Tag Ihres Lebens erwischen.

Im Durchschnitt wird sich diese Zahl auch eher in einem deutlich niedrigeren Bereich bewegen, abhängig von der Fehlerdichte und dem Dokumentationsaufwand.

Zur Erläuterung: 10000–15000 Zeichen pro Stunde, also 6–10 Normseiten die Stunde, sind definitiv keine Seltenheit im Korrektorat, sondern eher die Regel. Im Lektorat ist das wohl der absolute Maximalwert. Bei komplizierten Texten können es im Lektorat auch mal nur 3000 Zeichen die Stunde, also 2 Normseiten, sein.

Aber gehen wir davon aus, dass Sie eine Maschine sind; der ermüdungsfreie Korrekturleser, den sich alle Redaktionen wünschen. Sie müssen nichts nachschlagen, Sie haben alle Regeln der deutschen Sprache verinnerlicht. Die 1000+ Seiten des Grammatik-Dudens und des Rechtschreibdudens können Sie bei Bedarf rezitieren.

Rechnen wir also damit, dass Sie nur professionell erstellte Texte auf Ihrem Schreibtisch liegen haben. Rechnen wir mit den maximalen 20000 Zeichen pro Stunde. Und gehen wir weiterhin davon aus, dass Ihre Akquisemaßnahmen ein voller Erfolg sind und Sie eine Auslastung von 100 Prozent haben.

Maximal können Sie also pro Stunde Korrektur lesen:

  • 13 Normseiten
  • 3333 Wörter

Info: Die durchschnittliche Wortlänge im Dudenkorpus beträgt 6 Buchstaben, bei komplexen Texten mit vielen Wortzusammensetzungen wie bei Abschlussarbeiten und Sach- und Fachbüchern können es im Durchschnitt auch bis zu 12 Buchstaben sein. 20000 maximale Zeichen pro Stunde / 6 Buchstaben = 3333 Wörter pro Stunde)

 

 

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Welche Preise findet man im Internet für ein Korrektorat?

Beispielrechnung bei maximaler Auslastung

 

 

2,00 Euro pro Normseite x 13 Normseiten die Stunde = 26 Euro pro Stunde

Maximal 808 verkaufbare Stunden x 26 Euro pro Stunde = 21.008 Euro pro Jahr

 

Davon werden abgezogen:

  • Steuern: ca. 14,9 Prozent (3.134 Euro),
  • Krankenversicherung: ca. 500 Euro pro Monat (ca. 6.000 Euro pro Jahr),
  • Altersvorsorge: min. 450 Euro pro Monat (min. 5.400 Euro pro Jahr).
  • Abgaben bis hier hin: ca. 14.534 Euro

 

Max. Jahreseinkommen: 6.474 Euro (pro Monat ca. 540 Euro)

 

Worin investieren Sie diese 540 Euro monatlich?

Wie wäre es mit Miete, Essen, Mobilität, Strom, Wasser, Büroausstattung (Computer), Weiterbildungen, Urlaubsgeld, plötzlicher Krankheitsfall, höhere Ausgaben als 900 Euro im Rentenalter?

 

3333,33 Wörter pro Stunde x 0,01 Euro pro Wort = 33,33 Euro pro Stunde

Maximal 808 verkaufbare Stunden x 33,33 Euro pro Stunde = 26.934 Euro pro Jahr

 

Davon werden abgezogen:

  • Steuern: ca. 18,78 Prozent (5.059 Euro),
  • Krankenversicherung: ca. 500 Euro pro Monat (ca. 6.000 Euro pro Jahr),
  • Altersvorsorge: min. 450 Euro pro Monat (min. 5.400 Euro pro Jahr).
  • Abgaben bis hier hin: ca. 16.459 Euro

 

Max. Jahreseinkommen: 10.475 Euro (pro Monat ca. 873 Euro)

 

Worin investieren Sie diese 873 Euro monatlich?

Wie wäre es mit Miete, Essen, Mobilität, Strom, Wasser, Büroausstattung (Computer), Weiterbildungen, Urlaubsgeld, plötzlicher Krankheitsfall, höhere Ausgaben als 900 Euro im Rentenalter?

 

Stundensatz aus dem Beispiel von oben = 40,60 Euro pro Stunde

Maximal 808 verkaufbare Stunden x 40,60 Euro pro Stunde = 32.805 Euro pro Jahr

 

Davon werden abgezogen:

  • Steuern: ca. 21,76 Prozent (7.139 Euro),
  • Krankenversicherung: ca. 500 Euro pro Monat (ca. 6.000 Euro pro Jahr),
  • Altersvorsorge: min. 450 Euro pro Monat (min. 5.400 Euro pro Jahr).
  • Abgaben bis hier hin: ca. 18.539 Euro

 

Max. Jahreseinkommen: 14.266 Euro (pro Monat ca. 1.189 Euro)

 

Worin investieren Sie diese 1.189 Euro monatlich?

Wie wäre es mit Miete, Essen, Mobilität, Strom, Wasser, Büroausstattung (Computer), Weiterbildungen, Urlaubsgeld, plötzlicher Krankheitsfall, höhere Ausgaben als 900 Euro im Rentenalter?

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